Newsletter

Es empfiehlt sich, seine Informationen über Myanmar aus verschiedenen Quellen zu schöpfen, da viele Darstellungen mehr oder weniger parteiich sind, was angesichts der schwierigen Geschichte des Landes nicht verwundern kann.

Die umfangreichste Sammlung von Nachrichten bieten die BurmaNet News, die man auch abonnieren kann, so dass einem fünfmal in der Woche eine Auswahl von Berichten über die Vorgänge in Myanmar und um das Land herum zugeschickt werden. Der Dienst wird vom 1993 von George Soros gegründeten Open Society Institute unterhalten, in dessen Rahmen 1994 das Burma Project gegründet wurde. Über das Archiv kann man Informationen seit dem April 1994 abrufen.

In deutscher Sprache erscheint monatlich ein von der Burma-Initiative in Köln herausgegebener Newsletter den man bestellen kann.

Nachrichten liefert auch Mikado, das katholische Missionswerk mit Sitz in Aachen. Hier erscheinen regelmäig Myanmar News, die natuegemäß einen Schwerpunkt auf die Aktivitätend er katholischen Kirche setzen, aber auch eine Menge anderer Nachrichten enthalten.

Nachrichten verschickt regelmäßig auch die Londoner Burma Campaign an ihre Freunde. Der Verein ist die größte und finanzstärkste Organisation, die sich seit Jahren für Demokratie und Menschenrechte in Myanmar einsetzt und die politische Entwicklung im Lande besonders kritisch beobachtet. Neben einer monatlichen Überseicht über die Entwicklungen im Land und die Beratungen des Parlaments erhält der Abonnent auch regelmäßig Hinweise auf Fundraising Aktivitäten.

Online Burma Library

Seit gut 10 Jahren gibt es diese höchst segensreiche Einrichtung, in der mittlerweile eine riesige Menge von Informationen über Birma/Myanmar zur Verfügung stehen. Die Bibliothek wurde 2001 von einem Birma Aktivisten David Arnott begründet.

Die Bibliothek enthält Dokumnte zu einer Fülle von Themen und bietet verschiedene Möglichkeiten der Suche nach bestimmten Texten.

Internet-Quellen

Nach dem Aufstand von 1988 flohen viele birmanische Studenten und andere Dissidenten ins Ausland. Viele von ihnen gründeten Medien, um über die Lage in ihrem Heimatland zu informieren und Nachrichten zu übermitteln, die die staatlich kontrollierten Medien nicht brachten. Mittlerweile arbeiten diese Medien auch ganz legal in Myanmar. Die Medienlandschaft ist höchst vielfältig.

Die staatlich kontrollierte Zeitung The New Light of Myanmar publiziert täglich auch in englischer Sprache. Alte Ausgaben sind in der Online Burma Library zu finden. Seit einigen Jahren gibt es daneben eine in Myanmar von einem privaten Unternehmen herausgebrachte englischsprachige Wochenzeitung, die Myanmar Times.

 

Daneben gibt es eine Reihe von Medien, die im Ausland entstanden sind, wie etwa die Democratic Voice of Burma (DVB), die 1992 in Norwegen gegründet wurde. Sie war ursprünglich ein Rundfunksender, strahlte später auch Fernsehsendungen aus und verbreitet Nachrichten über das Internet. Hier kann man einen wöchentlichen Newsletter abonnieren. Ein weiteres einflussreiches Medium ist Irrawaddy. Ihr Herausgeber Aung Zaw ist einer der schärfsten Kritiker des birmanischen Militärs und denen, die mit ihm zusammengearbeitet haben wie etwa die Journalisten, die im Land geblieben sind. Das dritte größere Medienunternehmen ist Mizzima, das seine Zentrale in Neu Delhi hat, aber ebenfalls in Chiang Mai und Myanmar vertreten ist.

Daneben gibt es eine Fülle von verschiedenen Diensten, die aus Sicht unterschiedlicher ethnischer Gruppen über die Ereignisse berichten. Wer sich etwa über die unterschiedlichen Seiten der Rohingya-Frage informieren will kann den Standpunkt der muslimischen Gruppe bei "Rohingya Vision", bei Kaladan oder bei ARNO, einer ihrer Organisationen, informieren. Über die Sicht der Gegenseite, der buddhistischen Rakhine geben diverse Blogs Auskunft und Websites wie "Arakanland" Auskunft..